Unsere Geschichte

Vergangenheit und Zukunft

SpVg Dümmlinghausen-Bernberg - Tradition und Herz

März 1919 - Wie auch in anderen deutschen Städten entwickelte sich nach dem ersten Weltkrieg in Dümmlinghausen und Hesselbach die Leidenschaft für den Fußball. Eine Handvoll sportbegeisterter, junger Männer taten sich zusammen und gründeten den Sport- und Spielverein Dümmlinghausen-Hesselbach. Im Jahr 2009 feierte der Verein, wie auch viele andere Sportvereine in Deutschland das 90-jährige Vereinsjubiläum. 

Aber auch schon vor dem ersten Weltkrieg fanden im Oberbergischen Kreis Fußballspiele statt: „Soweit ich feststellen konnte, sind die ersten Fußballspiele hier vor dem ersten Weltkrieg in Bergneustadt, Drabenderhöhe, Dümmlinghausen, Frömmersbach, Ründeroth und Engelskirchen ausgetragen worden. Von einem regelrechten Spielbetrieb und einer Organisation der Vereine kann dort jedoch nicht gesprochen werden“, erklärte der frühere Vorsitzende des Fußballkreises Oberberg, Heinrich Heidenpeter. Von einem organisierten Spielbetreib kann erst ab den 20er Jahren gesprochen werden: Im Jahr 1921 spielte der Sport- und Spielverein Dümmlinghausen – Hesselbach in der C1 – Klasse, Gruppe B des Bergisch- Märkischen Gaues – Bergsicher Kreis – Oberbergischer Bezirk.

Mit einem Herz voll Fußball standen die jungen Männer auf dem Sportplatz Genkelmündung. Bis zum Bau der Aggertalsperre 1927. In ihrer grün-weiß gestreiften Spielkleidung kickten die jungen Männer um die Wette. Nach dem Bau der Aggertalsperre suchte sich der Sport- und Spielverein ein neues Spielfeld: Die Wahl fiel auf den Bereich der Dümmlinghauser Lederfabrik. Das neue Spielfeld motivierte die jungen Männer, denn kurze Zeit nach dem Spielfeldwechsel spielten die jungen Fußballer in der 1. Gauklasse. Mit dem Neubau des Sportplatzes wechselte auch das Vereinslokal, was nun im Schwarzenberger Hof war. Am 14. Februar 1931 wurde aus dem Sport- und Spielverein die „Sportvereinigung Dümmlinghausen“.

Leider sind Tabellen oder Spielberichte aus dieser Zeit durch die Kriegswirren verloren gegangen. Dass der Sportverein jedoch gute Fußballer in ihren Reihen hatte, belegen die Namen einer Auswahlmannschaft aus dem Jahr 1925: A. Krieger, Barz, Kamp und Bimberg. Mitte bis Ende der 30er Jahre wurde der Spielbetrieb auf den Sportplatz in Erlenhagen verlegt. Dann kam der Wehrdienst und der 2. Weltkrieg. Nach und nach kam der Spielbetreib zum Erliegen. Die übrigen jungen Männer wechselten zu Nachbarvereinen. Karl Feld versuchte im Jahr 1942 noch einmal hoffnungslos den Spielbetreib aufleben zu lassen. Nach Kriegsende schloss sich die Spielvereinigung als Abteilung Fußball dem Turnverein Dümmlinghausen – Hessselbach an. 1946 setzten sich die ersten Mannschaften wieder zusammen. Der erste Geschäftsführer der Abteilung Fußball war Adular Drees mit seinen Co-Geschäftsführern: Erwin Gogarten und Helmut Rothstein.

Aus dem Jugendbereich

Kurz nach dem zweiten Weltkrieg wurde die erste Jugendmannschaft der Sportvereinigung Dümmlinghausen gegründet, die 1947 um die Kreismeisterschaft spielte. Leider verlor sie im entscheidenden Spiel in Vollmerhausen. Die Mannschaft bestand aus: Torwart Veigl, Kurt Weyland, Bernd Lohmar, Wolfgang Krieger, Horst Blume, Günter Theis, Lothar Kessler, Manfred Klein, Adalbert Marx, Horst Krieger, Hugo Schröck, Günther Graefe und Otto Machinek.

Die erste Mannschaft der Abteilung Fußball des Turnvereins Dümmlinghausen – Hesselbach konnte von vorn herein stolz auf sich sein: Bereits im ersten Jahr spielte sie um den Gruppensieg, verlor leider unglücklich gegen Belmicke 0:1. Im folgenden Jahr spielte die Mannschaft in der Spitzengruppe, verlor lediglich in der Rückrunde zwei Punkte am grünen Tisch gegen die Tura Dieringhausen. Auch diesmal war die Mannschaft nur eine Haarlänge vom Gruppensieg entfernt. Über viele Jahre betreute Willi Finger die Mannschaft.

1948 musste sich die Mannschaft jedoch neu aufstellen. Viele Spieler hörten altersbedingt auf. Zudem gründete sich im Nachbarort der SV Frömmersbach, weswegen sich weitere Spieler abmeldeten. In den folgenden Jahren erzielte die Mannschaft nur mäßig Erfolge, bis im Jahr 1954 dann der große Coup gelang.

Der große Coup 1954

Frömmersbach und Dümmlinghausen standen punktgleich an der Spitze der Tabelle. Das Entscheidungsspiel fand in der Lochwiese in Gummersbach statt: 4:3 konnte Dümmlinghausen das Spiel für sich entscheiden. Die Spieler stellten sich stolz auf der Treppe der städtischen Badeanstalt auf. Der Fotograf knipste ein Bild für die Ewigkeit.

Im Jahr 1955 wurde der Schriftführer Fritz Bleichert von zwei Neuzugängen aus Derschlag verstärkt. Zusammen mit den zwei Neuzugängen, Heinz Koschek und Hans Müller reiste die Mannschaft nach Potsdam. Dort knüpfte sie Kontakt mit der BSG-Aufbau Potsdam. Daraus entstand eine langjährige Freundschaft.

Der Höhenflug zur 1. Kreisklasse hielt leider nur kurz an. Nach einigen Jahren musste die Mannschaft mit harten Niederlangen kämpfen. 1959 trennten sich die Fußballer vom Turnverein und machten sich wieder selbstständig. Nun nahmen sie wieder den alten Namen an. Im Jahr 1979 benannte man den Verein in „Spielvereinigung Dümmlinghausen-Bernberg“ um.